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Mittwoch, 10. Juni 2026

Zürich testet Open-Source-Alternativen zu Microsoft 365

Zürich hat beschlossen, Open-Source-Lösungen als Alternative zu Microsoft 365 zu testen. Dies könnte eine spannende Wende in der Software-Nutzung der Stadt bedeuten.

Nico Richter··2 Min. Lesezeit

Was sind Open-Source-Alternativen zu Microsoft 365?

Open-Source-Alternativen sind Softwarelösungen, die auf offenem Quellcode basieren. Das bedeutet, dass jeder den Code einsehen, bearbeiten und anpassen kann. Im Gegensatz zu Microsoft 365, das als kostenpflichtiger Dienst angeboten wird, können viele dieser Alternativen kostenlos genutzt werden. Beispiele sind LibreOffice für Textverarbeitung und Kollaborationstools wie Nextcloud oder OnlyOffice. Das Tolle an diesen Programmen ist, dass sie oft genauso gut funktionieren wie die bekannten kommerziellen Produkte – und gleichzeitig eine größere Kontrolle über die Daten bieten.

Warum testet Zürich Open-Source-Software?

Zürich möchte mit diesem Test mehrere Ziele erreichen. Zum einen wird angestrebt, Kosten zu senken, denn die Lizenzgebühren für Microsoft 365 können schnell ins Geld gehen. Zum anderen steht der Datenschutz im Vordergrund. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, wo ihre Daten gespeichert sind und wer darauf Zugriff hat. Open-Source-Software ermöglicht es, die Daten lokal zu speichern und gibt der Stadt mehr Kontrolle über die Verwendung dieser Informationen. Dadurch wird nicht nur das Sicherheitsgefühl der Bürger gestärkt, sondern auch das Vertrauen in die Verwaltung.

Welche Herausforderungen gibt es bei der Umstellung?

Natürlich gibt es bei der Umstellung auf Open-Source-Software auch einige Herausforderungen. Ein großes Thema ist die Schulung der Mitarbeitenden. Viele sind an die gewohnten Microsoft-Produkte gewöhnt, und um die Umstellung erfolgreich zu gestalten, müssen sie in den neuen Tools geschult werden. Auch die Kompatibilität mit bestehenden Systemen kann eine Hürde darstellen. Man muss darauf achten, dass die Open-Source-Alternative mit den vorhandenen Programmen und Datenformaten funktioniert, sonst kann es zu Problemen kommen.

Gibt es bereits Erfahrungen aus anderen Städten?

Ja, einige Städte und Organisationen haben bereits positive Erfahrungen mit Open-Source-Alternativen gemacht. Ein Beispiel ist die Stadt München, die vor einigen Jahren beschlossen hat, von Microsoft zu LibreOffice zu wechseln. Die Verwaltung berichtete von geringeren Kosten und einem höheren Maß an Kontrolle. Allerdings ist der Wechsel nicht immer reibungslos verlaufen und erforderte eine gründliche Planung und Durchführung. Wichtig ist, dass die Mitarbeitenden von Anfang an in den Prozess einbezogen werden.

Wie wird der Erfolg des Tests definiert?

Der Erfolg des Tests wird wahrscheinlich anhand verschiedener Kriterien gemessen. Dazu gehören beispielsweise die Nutzerzufriedenheit, die technische Stabilität der Software und die Kostenersparnis. Man könnte auch die Anzahl der Mitarbeitenden messen, die die Open-Source-Software aktiv nutzen. Wenn diese Zahlen positiv ausfallen, könnte das den Weg für eine dauerhafte Umstellung ebnen. Eine weitere interessante Frage wird sein, ob die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ebenfalls von der Verwendung dieser Software profitieren können.

Was sind die nächsten Schritte für Zürich?

Die nächsten Schritte für Zürich könnten darin bestehen, die Ergebnisse der Tests auszuwerten und gegebenenfalls weitere Schulungen anzubieten. Es wird entscheidend sein, den Mitarbeitenden die Vorteile der neuen Software klar zu kommunizieren und sie aktiv in die Umstellung einzubeziehen. Auch die Feedback-Kultur spielt eine große Rolle. Je mehr die Mitarbeitenden ihre Erfahrungen teilen, desto besser kann die Stadt auf die Herausforderungen reagieren und den Prozess optimieren.